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Ein Jahr Papaya und Empanadas

So, ich bin jetzt schon gut 10 Tage auf den Inseln und mir gefällt es hervorragend. Wir in unserer Gruppe verstehen uns einwandfrei, kochen und organisieren ziemlich gut alles zusammen. Darunter fallen Einkäufe, Stundenpläne, Gartenarbeit und vieles mehr. Am Samstag sind wir immer am Tortuga-Bay und in Zukunft werden wir dann auch da surfen, am Sonntag unternehmen wir etwas anderes und haben unsere gruppeninterne musikalische Probe. Gestern waren wir zum Beispiel ein bisschen höher auf der Insel (der Ort heißt Bella Vista im wahrsten Sinne des Wortes) und haben dort traditionell mittaggegessen (Tamales, Schokobrot, Empanadas, Cacao, Pan Dulce) und haben dann einen circa 2 Kilometer langen Lavatunnel besichtigt. In Deutschland wäre so etwas nicht möglich: Man bezahlt 3$, läuft erstmal 10 Minuten durch den Regenwald (mit meinem außerordentlichen IQ habe ich mir Flip Flops angezogen!) und dann in den Abgrund. Eine total rutschige Treppe führt hinunter, untem im Tunnel sind die Lampen teilweise ausgefallen und unsere Laternen waren auch nicht der Bringer. Es gab keinen Aufpasser, keine Taschenkontrolle, keine Schutzhelme und im Tunnel musste man klettern, da teilweise Steine von einem Durchmesser von zwei Metern aus der Decke gebrochen sind und einfach auf dem Weg lagen.

Am Ausgang angekommen haben wir uns die Besitzerin angelacht und werden wahrscheinlich ein Konzert oder eine Performance am Tunneleingang spielen und aufnehmen und dann natürlich auch hochladen.

Unser zweites Bad ist bald fertig und die Mexikanerinnen können bald einziehen. Viele Leute vom Festland kommen uns besuchen. Nächste Woche erwarten wir zwei von Musiker ohne Grenzen (Playas & Guayaquil), die für eine Woche bleiben. Dann im Oktober kommt Johanna, die das Quartett dann erstmal komplettiert UND 2 -4 andere deutsche MoG’s. Full House also.

Wir kochen generell immer sehr verrückt, halt alles was so weg muss, was es auf dem Markt gibt, was wir in den Highlands finden (oder bald auch im Garten anbauen!) und führen ein Rezeptebuch. Was momentan sehr hoch auf der Speisekarte steht, ist frittierte Gurke, Guava mit Leche und Eiertoast, Orangen, Müsli mit Früchten und so weiter.

Ich habe 5 Schüler, alle mit verschiedenen Niveles und alle Gitarre. Ich würde auch gerne Bass oder Trompete unterrichten. Wir haben auch eine große Aufgabe: Wir sollen für das Colegio Casarez eine Schulhymne schreiben. Der Direktor schreibt den Text (ist schon ein bisschen spät dran, da es schon a 26. September uraufgeführt werden soll). Wir haben schon Aushänge aufgehangen, wer was spielen möchte und so weiter. Es gibt ein paar Naturtrompeten(Fanfaren) von zwei Typen, Klarinetten und das war es erstmal. Wir werden wahrscheinlich erstmal mit Chor und Marching-Band(Percussion) arbeiten, das ist auf die Schnelle einfacher und eher vom Erfolg gekrönt. Wir haben sehr viele versch. Trommeln: Wirbeltrommeln, kleine Trommeln, Basstrommeln, Leadertrommeln. Wird sehr spannend, ich hoffe, dass wir nächste Woche mit den Proben anfangen können. Jetzt hat José(fine) gekocht und ruft mich relativ wütend, deswege werde ich mich von der Maschine entfernen. Die nächsten 3 Tage ist Frisbee Ultimate im Parque. Ich renne den Weg immer und fühle mich dabei wie Rocky Balboa (fehlen lediglich die Kinder, die hinter mir „Johnny! Johnny!“), haha. Der Vorteil ist, dass ich dann schon relativ warm bin und gleich mit ein paar Touchdowns aufmischen kann.

Ta luego.

Papayaseehund

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